Fussgängerfreundlichere Verbindungen

 Skateanlage scheitert an Bestimmungen
 Eine Skateanlage für Jugendliche
 Bericht im Tages-Anzeiger vom 24. Januar 2007
 Die Umbauten beginnen
 Schreiben von Frau Stadträtin Esther Maurer
 Artikel im "Käferberg" vom 25. September 03
 

Geschichte

Für zu Fuss Gehende ist die Zugänglichkeit zum Gemeinschaftszentrum Buchegg nicht optimal. Vom Bucheggplatz her führt eine Verbindung (mit einem Umweg) durch die Grünanlage, die andere über die Fussgängerbrücke (sogenannte Spinne). Ein direkter, bodenebener Zugang fehlt.
Zusammen mit dem Einwohnerverein Kreis 6 hat das GZ Buchegg am 22. September 02 im Rahmen von "Zürich multimobil" auf dieses Problem aufmerksam gemacht und Ideen für Lösungen präsentiert. Grosse Holzfiguren zierten für einige Wochen das Niemandsland zwischen der Bucheggstrasse.

Mit einem Schreiben an die zuständige städtische Behörde doppelten die Initianten nach:

(Auszug) Fussgängerfreundlicher Bucheggplatz - bessere Zugänglichkeit des GZ Buchegg
Im September 1997 konnten wir mit Frau Stadträtin Kathrin Martelli, Stadtrat Robert Neukomm und der Bevölkerung den velofreundlichen Bucheggplatz einweihen. Das realisierte Konzept mit den Velostreifen ermöglicht es den VelofahrerInnen sicher den Platz zu überqueren. Die FussgängerInnen benachteiligt der Bucheggplatz aber immer noch massiv. Die Zugänglichkeit des Gemeinschaftszentrums Buchegg ist erheblich gestört. Die Unterführung ist besonders nachts sehr ungemütlich und wird gemieden. Auch die Spinne ist im Dunkeln kein sicherer Ort und wird ungern benützt. Der Lift funktioniert oft nicht, so, dass älteren Leuten oder Behinderten dieser Zugang zum GZ oder zu den Haltestellen verwehrt ist. Im Winter ist der Belag der Spinne oft glitschig oder vereist. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit leidet das GZ an Besucherschwund und oftmals wurden Abendkurse deswegen annulliert. Den Anwohnern hinter dem GZ wird aus den erwähnten Gründen der Zugang zu den Haltestellen des öV. auf dem Bucheggplatz abgeschnitten. Nur mit Umwegen oder durch die GZ-Anlage (in der Nacht nicht von allen geschätzt) sind die Haltestellen erreichbar.
Um die Situation der GZ-Besucher und die Zugänglichkeit zum öffentlichen Verkehr zu verbessern schlagen wir folgende Massnahmen vor:
1. Auf der Bucheggstrasse, von der Einfahrt zum GZ bis Lichtsignal, wird ein Trottoir gebaut. Die Busspur, nur noch eine Autospur und ein Velostreifen haben, auf den ca. restlichen 8 Metern Strasse gut Platz. Anschliessend führt ein Fussgängerstreifen zum Kiesplatz. Von dort führt ein weiterer über den Kreisel/Bucheggplatz und die Wiese zu den Haltestellen von Bus und Tram. Die Fussgänger können von den Grün- resp. Rotphasen der Autos profitieren.
Von der anderen Seite her führt ein zusätzlicher Fussgängerstreifen auf den Kiesplatz und von dort zu den Haltestellen.
2. Von der Hofwiesenstrasse zum Bucheggplatz oder umgekehrt wird von vielen Leuten, die oberirdische Variante gewählt. Auch ältere Personen meiden die Unter- oder Überführung aus verschiedenen Gründen. Wir schlagen vor, entlang dem Tramgeleise und über die Hofwiesenstrasse neu je einen Fussgängerstreifen anzulegen. Diese Vorschläge können unabhängig voneinander realisiert werden.

Die Antwort war dann doch sehr ernüchternd: "keine Realisierung der Vorschläge möglich" und die Begründung für uns nicht überzeugend.
Nach einem zweitem Schreiben mit der Bitte, die Situation vor Ort besichtigen zu können erreicht uns die Antwort, dass der Kanton zuständig ist und das Schreiben dorthin weitergeleitet wurde.


Die Probleme sind damit nicht gelöst, wir bleiben dran.
  • Dank einer Intervention von SP-Gemeinderätinnen erteilte das Polizeidepartement im Januar 03 einem Ingenieurbüro den Auftrag, die Situation am Bucheggplatz einer eingehenden Prüfung zu unterziehen.
  • Oktober 2005: Die ersten Umbauarbeiten beginnen

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Zeitungsbericht

Der folgende Artikel von Peter Weiss erschien am 25. September im Käferberg Nr. 39 (Quartierzeitung für Wipkingen, Höngg, Unterstrass und Industrie). Wir danken dem Verlag für die Freigabe zur Publikation.
Fussgängerfreundlicher Bucheggplatz
Steter Tropfen höhlt den Stein. Ab 2005 sollen das GZ Buchegg und der öffentliche Verkehr am Bucheggplatz ebenerdig erreichbar sein.

Am 16. Juli 2002 verschickt Erich Suter vom Einwohnerverein Kreis 6 zwei identische Briefe. Einer geht an Stadträtin Esther Maurer vom Polizeidepartement, der andere an Maurers Ratskollegen Martin Waser vom Tiefbaudepartement. Inhalt: der Bucheggplatz sowie das benachbarte Gemeinschaftszentrum (GZ) Buchegg - und die Schwierigkeiten für Fussgänger, beide Orte zu erreichen.

Besonders das GZ leidet darunter. «Wir haben schon Kurse absagen müssen, weil der Zugang so schlecht ist, gerade am Abend müssen sich viele erst überwinden, hierher zu kommen», erzählt die stellvertretende GZ-Leiterin Colette Gsteiger. Der Zugang von der Bucheggstrasse her ist nur durch die dortige Unterführung möglich. Die ist aber wegen der Radfahrer, wegen Entreissdiebstählen und schlimmerer Vorfälle vor allem nachts alles andere als ein sicherer Ort. Gerade ältere Menschen meiden sie. Wer dagegen vom Bucheggplatz her zum GZ gelangen möchte, muss über die oberirdische sogenannte Spinne wandern. Das vielgliedrige Stahlbetonkonstrukt stellt für Gehbehinderte, aber auch für Mütter mit Kinderwägen, ein grosses Hindernis dar, zumal der Lift oft nicht funktioniert. Im Winter mutieren die dünnen Betonbeläge oft gar zu gefährlichen Eisbahnen.
Dunkle Unterführung oder eisige Spinne
Ganz ähnliche Probleme stellen sich den Fussgängern, die aus Richtung Hofwiesenstrasse zu den Haltestellen am Bucheggplatz gelangen möchten oder umgekehrt. Auch sie haben die Wahl zwischen der dunklen, gefährlichen Unterführung oder der tückischen Spinne. Viele bevorzugen den dritten Weg: direkt über die Strasse, ungesichert.
Einwohnerverein und GZ unterbreiteten in ihrem Brief den städtischen Departementen darum verschiedene Vorschläge. Diese beinhalten, Fussgängerstreifen über die beiden Fahrbahnhälften der Bucheggstrasse zu installieren. Von dem Kiesplatz in deren Mitte wiederum soll ein Fussgängerstreifen über den Bucheggplatz in Richtung Platzmitte führen. Damit wäre ein ebenerdiger Zugang sowohl zum GZ als auch zu den Tram- und Bushaltestellen möglich. Fussgängerstreifen sieht die Planung ebenfalls an der Platz-Südseite vor: über die Fahrbahnhälften der Hofwiesenstrasse zu den Verkehrsinseln in deren Mitte, und von dort parallel zu den Tramgleisen in Richtung Platzmitte.
«Die Pläne stammen eigentlich vom VCS (Verkehrsclub Schweiz), der sie bei der ersten Westtangentensperrung 1997 präsentiert hat», berichtet Erich Suter vom Einwohnerverein Kreis 6. Der Verein habe in den bald 20 Jahren seines Bestehens einiges an Know-how in Sachen Verkehrsfragen gesammelt - und Strategien entwickelt, seine Anliegen durchzubringen. Mit Erfolg, wie unter anderem die vor kurzem abgeschlossene Umgestaltung des Schaffhauserplatzes zeigt. Hartnäckigkeit, Fantasie und gute Beziehungen zum Gemeinderat waren auch in Sachen Bucheggplatz vonnöten.
Beharrliches Engagement
Auf den Brief vom 16. Juli 2002 erhält Suter zunächst die ernüchternde Antwort, die Vorschläge seien «nicht möglich». Das zweite Schreiben beantworten die städtischen Behörden mit dem Hinweis, der Kanton sei zuständig und das Schreiben an diesen weitergeleitet worden. Nachdem die Angelegenheit von dort wieder zur Stadt, namentlich zur Dienstabteilung Verkehr des Justiz- und Polizeidepartements zurückgeleitet wird, beauftragt diese das Planungs- und Ingenieurbüro Hasler in Meilen, ein Verkehrsgutachten zu erstellen.
In der Zwischenzeit verstärken Einwohnerverein und nahestehende Politikerinnen und Politiker den Druck auf die Exekutive. Erich Suter: «Esther Maurer hat sogar einen Antwortbrief geschrieben und gebeten, sie doch jetzt einmal in Ruhe zu lassen, es täte sich doch schon etwas in der Angelegenheit.»
Tatsächlich scheint nun gut möglich, dass sich in absehbarer Zeit am Bucheggplatz etwas tut.
Kanton hat das letzte Wort
Rudolf Steiner, Projektleiter im Tiefbaudepartement für das östliche Stadtgebiet, berichtet: «Das Verkehrsgutachten sagt aus, dass die Übergänge möglich sind.» Das Polizeidepartement gab darum grünes Licht, und hat beantragt, die gewünschten Massnahmen zu projektieren. Das Tiefbauamt plane, die Ausführung mit den Gleisarbeiten am Bucheggplatz im Jahr 2005 zu koppeln. Da es sich bei der Bucheggstrasse aber um eine Kantonsstrasse handelt, hat die kantonale Baudirektion das letzte Wort. «Wir schauen aber, dass wir das Projekt so einreichen, dass es durchkommt», verspricht Steiner. «Unser Ziel ist, in den Sommermonaten, spätestens aber am 23. Dezember 2005 die Arbeiten abzuschliessen.»
Die Fussgänger rund um den Bucheggplatz können aufatmen. Erich Suter zeigt sich in einer ersten Stellungnahme sehr zufrieden. «Das ist ein super Resultat und ein grosser Fortschritt.» Es dauere eben oft so lange, bis die Zeit für ein Projekt reif sei.

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Erfreuliches Schreiben

Ende Oktober schrieb Frau Stadträtin Maurer in einem Brief, dass die Verbindungen Bucheggplatz - Hofwiesenstrasse Süd und Bucheggplatz - Gemeinschaftszentrum in Planung sind. Dies ist nun also die offizielle Bestätigung, dass die Schaffung von ebenerdigen Zugängen zum Bucheggplatz möglich ist. Im Jahr 2005 sollen sie im Zusammenhang mit den Gleisbauten der VBZ umgesetzt werden - vorbehältlich der Bewilligung durch das kantonale Tiefbauamt.

Die Umbauten beginnen

- Der Übergang Süd (Hofwiesenstrasse) ist realisiert.
- Der Übergang zum GZ Buchegg ist auf 2007 verschoben, da hier grössere Anpassungen nötig sind.

Oktober 2007

Die Bauarbeiten zeigen Fortschritte, die erste Etappe ist fertig gestellt.
Der Bucheggplatz kann vom GZ aus zu Fuss erreicht werden. Noch führt der Fussweg am Platz entlang der Strasse, nach Fertigstellung der Arbeiten gibt es eine direkte Verbindung. Die bestehenden Hügel werden abgetragen und der Platz neu gestaltet.

 

Ein Birkenhain am Bucheggplatz

Das Tiefbauamt will den Bucheggplatz für Fussgänger angenehmer gestalten und einen ebenerdigen Zugang zum Gemeinschaftszentrum bauen.

Mit den Haltestellen von vier Bus- und zwei Tramlinien in der Mitte und einem Kreis von zwei- und dreispurigen Strassen drumherum ist der Bucheggplatz in Unterstrass weniger ein Platz als vielmehr eine stark befahrene Drehscheibe des Verkehrs. Die Fussgänger werden entweder in die Luft geschickt auf die vierbeinige, spinnenförmige Überführung, oder auf drei ebenerdige Übergänge.
Jetzt will das Tiefbauamt die anstehende Tramgleiserneuerung nutzen, um den Platz freundlicher zu gestalten und insbesondere die Verbindung, zum Gemeinschaftszentrum zu verbessern. Mit bloss einer Über- und einer Unterführung sei die Wegführung dort "bezüglich der Sicherheit im öffentlichen Raum mangelhaft", schreibt das Tiefbauamt auf seiner Homepage.
Abhilfe soll ein zusätzlicher Übergang mit drei Zebrasteifen und einer Insel schaffen - nahe dort, wo die Buch- eggstrasse in den Untergrund taucht. Birken erfreuen das Auge Zwischen diesem künftigen Übergang und der Haltestelle befindet sich heute ein unzugängliches Stück Grünfläche mit Eisenfiguren von Kurt Laurenz Metzler aus dem Jahr 1975. Dieser Bereich wird geöffnet und mit Raseninseln, Kiesflächen, Asphaltwegen und Sitzbänken neu gestaltet - Ähnliches passiert auf der westlichen Seite des Platzes beim Kiosk. Auf beiden Platzhälften werden etwa zwei Dutzend Birken gepflanzt, die aus leicht erhöhten Raseninseln wachsen. Die Grenze zur Strasse markiert eine durchgehende, niedrig geschnittene Ligusterhecke, die es heute in Teilen bereits gibt. Beleuchtet wird der neue Bucheggplatz von oben mit Pendelleuchten und punktuell auch von unten. So werde der Platz zu einem Ort der Aussicht, des Überblicks und der Durchsicht, verspricht das Tiefbauamt. Die Projektierung ist noch im Gang; realisiert wird das Vorhaben in Etappen in diesem Herbst und im folgenden Jahr.

(jr) Tages-Anzeiger 24.1.2007

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Lärmschutzverordnung verunmöglicht Skateanlage

Trotz viel Goodwill seitens der Stadt und der engagierten Projektgruppe scheitert die Realisierung der geplanten Skateanlage. Um eine Machbarkeit zu überprüfen, wurden Lärmberechnungen erstellt, welche zeigen, dass die Immissionsgrenzwerte bei den umliegenden Wohnbauten massiv überschritten werden.
Auch mit einer Reduktion der Anlagengrösse und der Betriebszeiten, nötigen Lärmschutzmassnahmen oder Sonderbaubewilligungen gelingt es nicht, die erwünschten Ergebnisse zu erzielen, welche den Anforderungen der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (Stand am 1. August 2010) entsprechen würden.

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Eine Skateanlage für Jugendliche

Die Bauarbeiten am Bucheggplatz stagnieren. Die Tramgeleise sind erneuert, die Platzgestaltung lässt auf sich warten. Der richtige Zeitpunkt also, um mit neuen Ideen die Stadt zu beleben: Im verkehrsumspülten Abschnitt lässt sich prima eine Skateanlage für Jugendliche realisieren.

 

Was in anderen Städten längst Realität ist, würde auch Zürich gut anstehen.
Zusammen mit OJA, Vereinen und Interessierten aus dem Quartier haben wir den Wunsch noch termingerecht angebracht.

Jugendliche aus dem Quartier gründen den Verein Freestylepark Buchegg. (Siehe auch Facebook)

Die Skateanlage ist inzwischen Bestandteils des Projekts Umgestaltung Bucheggplatz. Ein genauer Terminplan ist nicht publiziert (Stand 2011).