
Ponys, Esel, Ziegen, zwei Lamas und...
Kinder aus der Umgebung des
Gemeinschaftszentrums dürfen sich freuen. Wer neun Jahre alt ist und sich
bereit erklärt, tatkräftig Stalldienst zu leisten, kann in der
Kindergruppe mitmachen.
Unter fachkundiger Anleitung lernen die Kinder die
Tierpflege und Reiten, aber auch das Organisieren von Anlässen und
Aktionen. Gemeinsam wird hier für eine Sache gearbeitet und Verantwortung
übernommen.
Die Nachfrage ist gross, es besteht eine Wartefrist
für die Aufnahme in die Stallgruppe. Die Mitarbeit und finanzielle
Beteiligung der Eltern ist Bedingung.
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Angebote
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Im ersten Quartal 2004 durften wir den neurenovierten Stall beziehen.
Alle Beteiligten freuen sich über das gelungene Werk - herzlichen Dank!
Durch die Stallrenovation hat unsere artgerechte Tierhaltung nochmals an
Qualität gewonnen.
Die Bilder aus der Umbauzeit
Die Bilder vom Provisorium
Staunen Sie nicht, falls Sie einmal an der Tram- und Bushaltestelle
Bucheggplatz auf den nächsten Anschluss warten und Ihnen ein
dahinschreitendes Lama den Blick erwidert.
Gefolgt von Ponies und Eseln,
geführt von unseren Stallkindern, nimmt es den kürzesten Weg
über die Brücke zum nahegelegenen Wald.
Für viele
Bewohnerlnnen der Stadt Zürich wie auch der Region verbindet sich mit dem
Namen Buchegg die Vorstellung einer kleinen Oase, wo in unmittelbarer Nähe
der verkehrsreichen Westtangente Ponies, Esel, ein Lama und Ziegen eine
Parkanlage bevölkern. Die Artenvielfalt und die unterschiedlichen
Altersstufen unserer Tiere (Diana, eine Shetlandstute mit Jahrgang 1958, kann
auf ihre vierte Generation blicken) verleihen dieser Tierhaltung einen
Zoocharakter mit Charme.
Der erste Stall für die Tierhaltung im GZ
Buchegg entstand 1959. Die Idee kam von Tierfreunden aus dem Quartier und wurde
in freiwilliger Arbeit umgesetzt. Nach zweimonatigem Umzug ist die inzwischen
grösste Tierhaltung dieser Art seit 1974 im heutigem Stall und Gehege
untergebracht.
Die Leitung der Tierhaltung obliegt zwei Mitarbeitenden. Sie
sind verantwortlich für das Instruieren der Kinder, den organisatorischen
und betrieblichen Ablauf der Tierhaltung und bringen einen Teil der
Betriebsmittel auf (Turnier, Ponyreiten, Eselvermietung usw.). Dabei werden sie
tatkräftig von den "Stalleltern" unterstützt, die in die
Betreuungspflicht eingebunden sind, darüber hinaus aber auch freiwillig
immer wieder Hand anlegen.
Die Tierhaltung ist aus dem Quartier nicht mehr wegzudenken. Passanten wählen ihren Weg zur Arbeit oder zum Einkauf am Gehege vorbei, um sich noch schnell an den Tieren zu erfreuen. Für viele Familien ist der Kleinzoo Ziel von Spaziergängen oder Ausflügen. Es gibt häufig Besuche von Kindergärten und Schulklassen, die Gelegenheit haben, eine Morgenfütterung zu erleben. An Samstagnachmittagen findet jeweils ein Waldspaziergang mit Tieren für jedermann statt, und schliesslich wird im GZ Buchegg seit über zehn Jahren ein Behindertenreiten angeboten. Am wichtigsten jedoch sind die Tiere für die Kinder, welche zur Betreuergruppe im Stall gehören. 30 Mädchen und Buben im Alter zwischen 9 und 18 Jahren hegen und pflegen die Tiere und halten Stall und Gehege sauber. Mindestens 7 Stunden pro Woche geben sie für ihre Tiere her und nehmen dabei auch strenge Arbeit in Kauf. Ausreiten können die Kinder erst, wenn sie einen von der Leitung organisierten Kurs mit Prüfung bestanden haben.
In aller Natürlichkeit fordern die Tiere Verständnis und Achtung, andererseits geben sie die Zuneigung, die sie erfahren, uneingeschränkt zurück. Unter professioneller Anleitung lernen die Kinder, sich den Tieren gegenüber durchzusetzen, gleichzeitig aber auch ihre Bedürfnisse zu erkennen und auf sie einzugehen, so wird der Umgang mit den Tieren für die Kinder zu einem zentralen Faktor der Persönlichkeitsentwicklung. Tiere sind besonders geeignet, Sehnsüchte von Kindern zu befriedigen, die Kinder finden Aufnahme in einer Gemeinschaft. Wertvolle Eigenschaften wie Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Leistungsbereitschaft, Gemeinschaftssinn, Hingabe und Fürsorge werden gefördert. Dass dies auch ein wirkungsvoller Beitrag zur Drogenprävention ist, versteht sich von selbst.